Werdegang

Alles begann im November 1978 in Bad Kreuznach, da erblickte ich das Licht dieser Welt und wurde in eine Gastronomiefamilie hinein geboren. Ich interessierte mich von klein auf, was in den Küchen meiner Eltern passierte. Sowohl im gutbürgerlichen Gasthaus meiner Mutter als auch im italienischen Restaurant & Pizzeria meines Vaters. So lernte ich schon sehr früh, wie man Schnitzel, Schmorbraten und gefüllte Klöße mit Dunkler Sauce macht sowie Hefeteig, Pasta und Tiramisu. Ende der 80er nahm mein Vater mich oft mit nach Guldental zu Sylvia Buchholz-Lafer und Johann. Dort lernte ich eine ganz andere Art der Gastronomie kennen. Es waren mindestens 8-9 Köche in der damals doch sehr kleinen Küche, die sich alle hochkonzentriert auf den Abendservice vorbereiteten. Insgeheim wusste ich da schon, dass ich irgendwann mal genauso kochen wollte.

Sehr prägend war auch meine Oma Angela in Italien, bei der ich sehr viele bleibende Eindrücke in meiner Kindheit sammeln konnte. Dazu gehörten die Hühner und Kaninchen im Stall sowie das Hausschwein, dass täglich mit den Essensresten gefüttert wurde. Auch die Feigen und Tomaten, die ich sehr reif direkt im Garten naschen konnte, haben mir eine gewisse kulinarische Geschmacksbildung vermittelt, denn ich habe sehr früh gelernt wie reifes Obst und Gemüse schmecken müssen. Oder wenn ich bei der Olivenernte unserer Olivenbäume half, die die jährliche Menge an Öl für unserer Familie lieferte. Was ich sehr anstrengend fand, war die Verarbeitung der hochreifen Tomaten, die noch in den 80er Jahren durch einen handbetriebenen Fleischwolf gedreht wurden, dann in Flaschen gefüllt und in einer Tonne mit Wasser über einem Feuer eingekocht wurden. Auch dieses Geschmacks- und Geruchserlebnis habe ich mit meinem Tomaten-Sugo eingefangen, um Sie in diese Welt eintauchen zu lassen.

Auch auf der deutschen Seite bei meinen Großeltern Lilli und Arthur Voigt lernte ich wie man Lebensmittel haltbar macht und einkocht. Mein Opa ist immer im Sommer in die Pfalz gefahren und kam mit einem Kofferraum voll Stangenbohnen zurück. Diese wurden gewaschen und geschnitten, um dann sauer in Einmachgläsern eingekocht zu werden. Auch Holzäpfel wurden gesammelt und zu Apfelgelee verarbeitet, was immer ein süßes Vergnügen war. Darüber hinaus wurden verschiedenste Marmeladen gekocht, Marillen und Reineclauden in Läuterzucker für den Winter eingeweckt. Ich erinnere mich gerne daran, wie mich mein Opa in den Keller geschickt hat ein Glas Aprikosen zu holen, um diese dann auf Omas Schokoladen-Pudding mit Hochgenuss zu verspeisen.

Meine Ausbildung absolvierte ich ab 1998 bei einer der ersten Gastronomie-Adressen zur damaligen Zeit:  Johann Lafers „Stromburg“ in Stromberg. Danach begab ich mich auf Lehr- und Wanderjahre in verschiedene Sternerestaurants. Es verschlug mich nach Köln ins „Da Bruno“ mit Raffaele Cannizzaro, wie auch in Joachim Wisslers*** „Vendôme“ im Schloss Bensberg. Später als Sous Chef ins seinerzeit höchstdekorierte ausländische Restaurant Deutschlands, das „Da Gianni“ in Mannheim mit Küchenchef Wolfgang Staudenmaier**, ins „Villa Vita Rosenpark“ bei Bernd Siener* in Marburg. Nur vorübergehend verabschiedete ich mich von Töpfen und Pfannen – als ich die Hotelfachschule in Heidelberg besuchte, die ich als staatlich geprüfter Betriebswirt für Gastronomie und Hotellerie wieder verließ.

In Trittenheim im Weingut meiner Frau Verena Clüsserath angekommen, habe ich ein ganz neues gastronomisches Konzept umgesetzt. Hier koche ich exklusiv für Hausgäste sowie für Veranstaltungen und Feiern jeglicher Art.

2018 habe ich mit Herrn Harald Wohlfahrt die Fine Dining UG gegründet, um exklusive Events und Caterings sowie diverse andere Projekte umzusetzen wie den

Online Kochkurs von Meisterklasse oder das

Kochbuch „Kochlegende Harald Wohlfahrt“. Darüber hinaus haben wir für die

Eröffnungsfeier der MSC Cruise „Grandiosa“ für 2000 Personen gekocht.

Das neuste Projekt ist mein You Tube Channel und mein neuer Genuss Shop in dem Sie nach Lust und Laune stöbern und einkaufen können.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

Ihr Raphael Ianniello